Zitate und Weisheiten über Tee! Teil 2

Für Gastgeber und Gast ist es gut, wenn sie ihr Bestes geben und beide zufrieden sind. Es ist aber nicht gut, wenn sie ausschließlich die gemeinsame Zufriedenheit anstreben.
Sen Rikyu

 

Ein Blatt wie eine Seele, fällt im Herbstwind. Das Einzelne ist immer einsam. Die Einsamkeit ist Grundbefindlichkeit, in der die Seele das Absolute berührt. Im Zen übt man die absolute Einsamkeit der Leere und Stille. Man trägt die Stille in seiner Seele und lauscht bis auf den schweigenden Grund der Natur, wo alle Laute in der Stille versinken und diese nur abgründiger machen. Wir begegnen nun auf der Wanderung einer vollkommenen Naturstille, die Stimme des Kosmos wispert, und der Mond leuchtet in der Seele.
(Toshimitsu Hasumi, Zen in der Kunst des Dichtens, S.123)

 

"Tee ist Ruhe
und nicht Eile."
altes tibetanisches Sprichwort

 

Die erste Tasse netzt mir die Lippen.
Die zweite verscheucht meine Einsamkeit.
Die dritte durchdringt mein unfruchtbares Inneres,
um darin nichts als einige fünftausend Bände wunderlicher Ideogramme zu finden.
Die vierte erregt einen leichten Schweiß;
alles Schlechte des Lebens scheidet durch meine Poren dahin.
Bei der fünften bin ich geläutert.
Die sechste ruft mich ins Reiche des Unvergänglichen.
Die siebente - Oh, ich kann nicht weitertrinken,
ich fühle nur den kalten Windhauch, der sich in meinen Ärmeln fängt.
Laßt mich in diesem lieblichen Windhauch segeln und mitschweben.
Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)


in einer anderen Übersetzung:
Die erste Tasse netzt Lippen und Kehle.
Die zweite stärkt das dürre gewordene Fleisch.
Die dritte verscheucht die traurige Einsamkeit.
Die vierte Tasse durchdringt Dein ganzes Innere.
Bei der fünften bist Du geläutert.
Die sechste ruft Dich in die Regionen der Unsterblichkeit.
Die siebente Tasse, so Du zum Munde führst,
läßt frische Lüfte Dein Haupt umsäuseln
und Deinen Geist zum kühnen Fluge sich erheben.
Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)


in einer anderen Übersetzung:
Die erste Schale befeuchtet mir Lippen und Gaumen,
die zweite erloest mich aus meiner Einsamkeit und von meinen Buerden,
die dritte kontrolliert mein ausgedoerrtes Inneres und findet dabei nur fuenftausend Buecher im hohlen Bauch,
die vierte Schale treibt kalten Schweiss und alles Unbehagen meines Lebens aus den Poren,
die fuenfte reinigt Muskeln und Knochen,
bei der sechsten fuehle ich mich wie ein Gott,
die siebente sollte man nicht trinken,
denn sie blaest klaren Wind aus den Achselhoehlen und lehrt fliegen.
Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)

 

Tee hat nicht die Arroganz des Weines -
nicht das Selbstbewußtsein des Kaffees -
nicht die kindliche Unschuld von Kakao.
Im Geschmack des Tees liegt ein zarter Charme,
der ihn unwiderstehlich macht
und dazu verführt ihn zu idealisieren.
Laotse (chin. Philosoph)

 

Hoffnung ist wie der Zucker im Tee: Auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.
Chinesische Weisheit



Ein Bad erfrischt den Körper, eine Tasse Tee den Geist.
Japanische Weisheit

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